Neues aus dem VDE REGIO AACHEN e.V.

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    Hochschulgruppensprecher Maxim Müllender im Interview

    Im Interview mit Sabrina Münter stellt sich der Hochschulgruppensprecher des VDE Regio Aachen Maxim Müllender vor und spricht über seine Erfahrung in der HSG, warum man als Student*in mit dabei sein sollte und wie sich die HSG über die Monate entwickelt hat.

    Maxim, zuerst einmal eine Frage zu dir als Student. Wo und was studierst du in Aachen?

    Maxim Müllender: „Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen im Master mit der Fachrichtung elektrische Energietechnik an der RWTH Aachen.“

    Wie kommt es dazu?  War es schon immer dein Plan in eine technische Richtung zu gehen?

    Maxim Müllender: „Ich hatte in der Schule schon immer sehr großes technisches Interesse und habe mich für Physik und Mathematik begeistert. Für mich hat sich die RWTH dann ganz gut angeboten, ich komme aus Belgien. Inspiriert hat mich mein Vater, der dort ebenfalls studierte, sowie mein großer Bruder, der auch einen großen positiven Einfluss darauf hatte.“

    Wie hast du denn deinen Weg zum VDE gefunden?

     Maxim Müllender: „Ich bin seit November 2018 Mitglied und Sprecher seit Januar 2020. Den VDE habe ich entdeckt, als mich ein Freund auf eine Veranstaltung aufmerksam gemacht hat. Das war 2018, da fuhr der VDE zum Tec Summit nach Berlin anlässlich der 125 Jahrfeier. Das hat uns interessiert, deswegen haben wir uns kurzerhand angemeldet. Und dann bin ich in der HSG geblieben.“

    Du bist momentan der Hochschulgruppensprecher. Wie kam es dazu?

    Maxim Müllender: „Ich wollte auf jeden Fall aktiver in der Gruppe werden und mehr Engagement zeigen. Als ich damals im Bachelor angefangen hatte, liefen sehr viele andere Projekte parallel, ich hatte also wenig Zeit. Im Master fragte mich dann der amtierende Sprecher, ob ich sein Nachfolger werden möchte.“

    Und wie gefällt dir die Stelle seitdem?

     Maxim Müllender: „Man muss auf jeden Fall sagen, dass das mit viel Aufwand verbunden ist, aber ich mache das wirklich gerne. Mit anderen an Ideen arbeiten und die Veranstaltungen konzipieren, daran habe ich Spaß. Ich trete bei Vorstandstreffen oder bei Treffen des YoungNets als Vertreter auf, repräsentiere und moderiere. Die Ideen für die Treffen kommen allerdings aus der Gruppe.“

    Wie unterstützt dich die HSG dich in deiner Laufbahn als technischer Student und gibt es etwas, das du besonders an der HSG schätzt?

     Maxim Müllender: „Was ich als großen Vorteil des VDE sehe ist, wenn man Ideen hat, sprich, man möchte etwas Bestimmtes sehen, oder sich mit Experten der Praxis austauschen, dann findet man bei der Realisation praktische und finanzielle Unterstützung. Das Besondere ist, dass dabei kein Zwang aufkommt. Wenn du dich bei uns für etwas engagieren möchtest, dann sind wir offen dafür und freuen uns, allerdings wird keiner zu irgendetwas verpflichtet.“

    Das hört sich sehr entspannt an. Gibt es denn auch etwas, das du gerne verändern würdest?

     Maxim Müllender: „Wir als Hochschulgruppe haben viele Freiheiten. In einem gewissen Rahmen können wir machen was wir wollen. Natürlich halten wir Absprache mit dem Vorstand, aber viele Änderungen stehen uns frei. Daher gibt es nichts was ich im Moment ändern würde. Was ich mir jedoch wünschen würde ist ein frischer Wind in der HSG. Wir bestehen im Moment größtenteils aus Masterstudierenden, die am Ende ihres Studiums sind. Ein paar junge Studierende im Team wären auf jeden Fall schön.“

    Gewinne ich denn durch die HSG auch Kontakt zu Unternehmen?

    Maxim Müllender: „Ja, auf jeden Fall! Durch COVID-19 bedingt natürlich weniger, aber prinzipiell klar. Einerseits durch die von uns organisierten Vorträge und Exkursionen, andererseits durch die Partnerunternehmen des Bezirksvereins.“

    Und wie wäre das, wenn ich nach einer Praktikumsstelle suche?

    Maxim Müllender: „Da könnten wir auf jeden Fall nachfragen. Wir haben viele ehemalige Mitglieder in verschiedenen Unternehmen, die teilweise in Führungspositionen sind, außerdem ist der Bezirksverein eine gute Anlaufstelle. Es gibt natürlich keine Garantie, aber ein gewisser Vorteil kann sich da schon bieten.“

    Gibt es einen besonderen Moment, an den du dich erinnerst?

    Maxim Müllender: „Tatsächlich erinnere ich mich am meisten an einen Vortrag, den ich selbst gehalten habe, in der Versammlung 2020.“ Lachend erinnert er sich an seine damals erste Mitgliederversammlung: „Üblich ist es da, dass der HSG Sprecher einen Vortrag über die Entwicklungen des vergangenen Jahres in der HSG hält. Das Problem war: Ich wusste das nicht! Ich wurde dann sehr überraschend nach vorne gerufen. Im Nachhinein würde ich sagen, dass ich das tatsächlich ganz gut hinbekommen habe, dafür dass ich nicht vorbereitet war.“

    Ein bisschen wie PowerPoint Karaoke also?

     Maxim Müllender: „Ja, quasi. Ich wusste schon, was so passiert ist, allerdingt hatte ich die Folien noch nie vorher gesehen. Den Inhalt habe ich aber natürlich erkannt.“

    Viele Geschäftsmodelle unterziehen sich im Moment einem digitalen Wandel, da gehört sicherlich auch der Verein als Community Modell dazu. Welche Chancen und Risiken ergeben sich durch die Digitalisierung für ein solches Vereinsmodell?

     Maxim Müllender: „Für uns war es in der Vergangenheit immer etwas schwierig Fuß an der FH zu fassen. Durch die Digitalisierung und online Vorlesungen haben wir es deutlich einfacher dort Präsenz zu zeigen und unsere Reichweite zu vergrößern. Die positive Resonanz hat mich wirklich gefreut. Außerdem ist die online Vernetzung zwischen den Mitgliedern auch einfacher beziehungsweise praktischer. So veranstalten wir unsere monatlichen Treffen momentan über Zoom.

    Ein Nachteil ist natürlich, dass wir dieses gemeinsame Erleben nicht mehr haben. Unsere Treffen sind im Moment sehr fachlich, das ist natürlich interessant, aber es gibt langfristig nichts was so sehr bindet wie das Gesellige und die Community. Das Zwischenmenschliche ist manchmal fast noch wichtiger als das Fachliche.“

    Der Leitspruch des VDE ist ja zusammen eine e-diale Zukunft zu schaffen. Wie sieht denn für dich eine solche Zukunft aus?

    Maxim Müllender: „Da ich in der Energietechnik aus dem Netzbereich komme, ist bei uns immer Dekarbonisierung ein großes Thema. Den Energiesektor von fossilen Energieträgern befreien, was mit einer Elektrifizierung verbunden ist. Das würde natürlich sehr zur e-dialen Zukunft passen. Allerdings sehe ich da in Deutschland die Rückstände in der Digitalisierung als großes Problem. Da brauchen wir auf jeden Fall technische Innovation und das ist eine Aufgabe, bei der der VDE unterstützen kann.“

    Wenn ich jetzt als Student*in auf die HSG aufmerksam geworden bin, egal ob von der FH oder der RWTH, wie ist der direkteste Weg zu euch?

    Maxim Müllender: „Man kann uns generell per Mail anschreiben, die findet man auf unserer Webseite. Bei unseren online Treffen kann man auch immer dazukommen. Auf unserem Instagram Channel kann man uns theoretisch auch erreichen.“

    Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Rudolf Roß im Interview

    Über seine Erfahrung als Führungsposition, die Entwicklung des VDE und eine e-diale Zukunft sprach Sabrina Münter, Werksstudentin des VDE mit Dipl.-Ing. Rudolf Roß, dem Vorstandsvorsitzenden des VDE Regio Aachen und Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft WAG der STAWG.

    Herr Roß, können Sie mir etwas über Ihre berufliche Laufbahn und Ihre aktuelle Position erzählen?

    Rudolf Roß: „Ja, ich bin seit 1990 bei der STAWAG angestellt. Dort bin ich eher durch Zufall gelandet und dann geblieben. Ursprünglich habe ich bei der Stromversorgung angefangen.  Bis Ende 2017 habe ich den operativen technischen Betrieb geleitet, bin aber dann bei der Fusion der Netzgesellschaften nicht mehr mitgegangen, sondern habe mich einer anderen Aufgabe gewidmet. Jetzt bin ich als Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft WAG der STAWG für administrative Aufgaben zuständig. Innerhalb der STAWAG ist das nun meine dritte Position als Geschäftsführer.“

     Als Bereichsleiter sammelt man sicherlich einiges an Erfahrung. Welche Station Ihres Werdegangs hat Sie fachlich oder persönlich am meisten geprägt?

    Rudolf Roß: „Ich möchte es einfach mal so sagen, wenn ich es nochmal machen könnte, würde ich es wieder so tun. Ich denke die prägendste Erfahrung war aber mein Einstieg von der Uni in die Praxis. Früher nannten wir das den Praxisschock. Ein direkter Schock war das natürlich nicht, aber es entsteht eben eine gewisse Erwartung, wenn man vollgepackt mit Theorie die Uni verlässt.“ Er erinnert sich wie er damals mit seinem roten Audi A80 zu Inbetriebnahmen fuhr und für ihn erstmal kein Schlagbaum hoch ging: „Das reale Leben fängt einen relativ schnell wieder ein. Das war eine ganz heilsame Erfahrung. Trotzdem war sie gut, ich konnte viele Menschen, Anlagen und Betriebe kennenlernen.

    Sehr schön war außerdem damals als Bereichsleiter für den Netzservice bei der STAWAG zu sehen wie die von uns weitergebildeten jungen Männer und Frauen schnell in Verantwortung gerutscht sind. Kabel und Rohr sind nicht das wichtigste Asset, das wichtigste sind die Menschen mit ihrem Knowhow. Mit jungen und motivierten Menschen zusammenzuarbeiten und sie auf ihrem Werdegang zu begleiten hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.“

    War für Sie dann schon als Kind und Jugendlicher klar, einmal im technischen Bereich zu arbeiten?

    Rudolf Roß: „Unsere ganze Familie hatte schon seit Urgroßvaters Zeiten elektrotechnische Wurzeln. Ich habe als Kind und Jugendlicher auch rumgebastelt und gelötet. Mit Mathe und Physik im Leistungskurs bin ich dann an der RWTH in Elektrotechnik gelandet. Da ich mich aber schon immer für Leistungselektronik und höhere Ströme und Spannungen interessierte, habe ich mich dann in Energietechnik vertieft. In meiner weiteren Laufbahn hat sich manches einfach so ergeben, ohne großen Masterplan. Wenn man sich engagiert in dem was man macht wird man wahrgenommen. So haben sich mir viele Möglichkeiten dann einfach eröffnet.“

    Auch in Ihrem Bereich ist das Thema Digitalisierung im Rahmen der Industrie 4.0 sicherlich ein relevantes Thema. Da würde mich interessieren, wo Sie für Ihren Bereich Potenziale und Angriffspunkte sehen und was der aktuelle Stand ist?

    Rudolf Roß: „Hier sollte man Strom und Wasser voneinander trennen. Strom werden wir in Zukunft durch die dezentrale Einspeisung nur noch dann richtig steuern können, wenn wir quasi digital modellierte Zwillinge haben, um Netzzustände zu kontrollieren. Der Kontext der Verteilnetzsysteme im Zuge der e-Mobilität zeigt, dass sich hier nicht die Frage stellt, ob, oder ob nicht. Ohne Digitalisierung werden wir das nicht hinbekommen.

    Wasser ist traditionell durch die Gebundenheit an die Rohrleitung eher kompliziert zu transformieren. Umgesetzt ist hier zwar auch schon einiges in der Planung und dem Controlling der Geschäftsprozesse, allerdings sind wir hier dem Stromnetz noch um einiges unterlegen.“

    Natürlich würde ich mit Ihnen gerne über den VDE sprechen. Fangen wir einfach mal ganz vorne an: Wie haben Sie denn ursprünglich Ihren Weg zum VDE gefunden?

    Rudolf Roß: „Das hat einfach als Student angefangen, als ein Kommilitone mich fragte: „Hast du nicht auch Lust?“ Der VDE hat viele Exkursionen angeboten, auch zu Unternehmen, die nicht unbedingt etwas mit Elektrotechnik zu tun haben. Das hat mich gereizt.“ 

    Nun ist natürlich einige Zeit vergangen und Sie sind mittlerweile seit zwei Jahren Vorstandsvorsitzender. Was gefällt Ihnen an dieser Aufgabe?

    Rudolf Roß: „Spaß macht mir, im Team mit den anderen Kollegen die Geschicke des Vereins in die Hand zu nehmen und aktiv an der Entwicklung des Vereins beteiligt zu sein. Alleine kann man das nicht, das geht nur im guten Team und ich freue mich, dass ich Kollegen habe, die motivieren und uns alle positiv mitziehen.“

    Gibt es einen besonderen Moment, den Sie mit dem VDE verbinden?

    Rudolf Roß: „Mir fallen da einige Momente ein, aber allgemein habe ich vor allem Spaß an den Exkursionen die sich nicht nur um Elektrotechnik drehen. Wir waren zum Beispiel mal auf einer Rennstrecke oder dem Flughafen Düsseldorf. Interessant wird’s immer dann, wenn man den Kontext der Elektrotechnik auch mit dem beruflichen Alltag reflektieren kann.“

    Mit 36.000 Mitgliedern ist der VDE einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Welchen Mehrwert bietet dieser Verein vor allem den jüngeren Mitgliedern?

    Rudolf Roß: „Naja, vor allem bei den jüngeren Mitgliedern ist das Bild der Community ein Anreiz. Da bin ich mir tatsächlich noch nicht so sicher, ob wir den Wandel komplett vollzogen haben. Was aber immer schön ist, ist, wenn man sich mit gleichgesinnten unterhalten kann, sprich fachlicher Austausch. Außerdem schätze ich auch den Austausch innerhalb der Generationen. Ich glaube wir konnten die Distanz von alt und jung abbauen, sodass auch ein weniger verkrampfter Austausch möglich ist. Das ist schön, schließlich sind wir alle nur Menschen.“

    Dann ist das Community Modell also ein Wandel, der sicherlich auch durch die Digitalisierung kommt. Sehe Sie außerdem noch Chancen für den VDE im Zuge der digitalen Transformation?

    Rudolf Roß: „In der Pandemie sind wir natürlich froh, dass wir die Digitalisierung nutzen können.

    Veranstaltungen, die wir sonst nur in Präsenz durchgeführt haben, sind auch in digitaler Form zugänglich. Natürlich ist das für viele praktischer. Auch Hybrid Veranstaltungen können dann in Zukunft eine Möglichkeit sein. Das finde ich sehr positiv. So können Leute auch einfach mal spontan reinschauen und schauen, ob das was für sie ist.“

    Die Pandemie war auch für viele Projekte des VDEs eine Barriere, das ist natürlich schade. Deswegen würde ich gerne mit etwas Positivem schließen: Können Sie uns zum Schluss noch einen Ausblick auf die Pläne nach der Pandemie geben?

    Rudolf Roß: „Wir haben schon einiges an Events in der Pipeline. Ein jüngeres Mitglied kam auf mich zu und meinte „Lass uns doch mal ein Sommerfest machen“. Das finde ich eine super Idee. Ich glaube das ist ein Event, auf das wir uns freuen können.“

    Baujahr 2021: Nachhaltige Mobilitätssysteme & Elektrofahrzeuge made in Aachen

    Attraktive und besonders langlebige Elektrofahrzeuge produzieren - das war der Gründungsgedanke des Automobil Startups Next.e.GO Mobile SE.
    Anfang des Jahres 2021 konnte das Unternehmen die im Jahr zuvor angemeldete Insolvenz erfolgreich abwenden und die Produktion erneut aufnehmen.

    Das Automobil Startup e.GO wurde 2015 auf dem RWTH Aachen Campus gegründet. Unter dem Namen Next.e.GO Mobile SE schloss das Unternehmen erfolgreich eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von über 30 Millionen Euro ab. Damit konnte die  Produktion des 2019 am Markt eingeführten Viersitzers e.GO Life  Anfang Juli 2021 wieder aufgenommen und der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden. Die ersten Modelle sollen bereits wieder ab August 2021 ausgeliefert werden und sind Teil einer zunächst limitierten Sonderedition e.GO Life Next. Mit bis zu 57 kW Motorleistung und einer Batterie mit 21,5 kWh Energieinhalt sind nach WLTP 132 km weite Distanzen möglich. Rund sechs Stunden dauert das komplette Aufladen der Batterie an einer Wallbox, an der Haushaltssteckdose sind es knapp unter zehn.

    Die Fertigung des Herstellers basiert auf dem Produktionsansatz der Industrie 4.0 und somit der digitalen Vollvernetzung aller Produktionsservices. Diese Transparenz der Daten von der Entwicklung bis zur Produktion soll eine besonders effiziente Fertigung, selbst für kleine Stückzahlen, ermöglichen.



    Mit Heimvorteil zu nachhaltiger Versorgungssicherheit in der Region: enwor GmbH

    Der VDE Regio Aachen wäre nicht komplett ohne seine Unternehmenspartner. Daher möchten wir Ihnen im Zuge einer Unternehmensportrait-Reihe Raum geben sich vorzustellen und Einblicke in ihre Erfahrung mit dem VDE zu geben. Heute im Fokus: ENWOR – Energie und Wasser vor Ort 

    Als 100% kommunales Unternehmen versorgt die enwor-energie & wasser vor Ort GmbH die Bevölkerung in der StädteRegion Aachen mit Trinkwasser, Strom und Erdgas. Dabei haben der Klimaschutz und der Ausbau von regenerativen Energien für das Unternehmen einen hohen Stellenwert, weshalb auch zahlreiche Energiedienstleistungen angeboten werden. Dazu zählen beispielsweise Angebote im Bereich Photovoltaik, Heizungscontracting, Elektromobilität oder der Ausbau von Glasfaserinfrastrukturen. Insgesamt arbeiten mehr als 300 enwor Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, vor Ort bei den Menschen der Region zu sein und ihnen zuverlässigen Service und eine aktive Sicherheit in der Versorgung zu geben.

    Mit ihrem Einsatz in grüne Alternativen und regenerative Energie hat der VDE in ENWOR einen korporativen Partner, der sich nicht nur für Umwelt- und Klimaschutz einsetzt, sondern einen wichtigen regionalen Beitrag dazu leistet. Als Ausbilder sorgt ENWOR dafür, dass die StädteRegion Aachen auch in Zukunft von qualifizierten Elektronikern und Anlagenmechanikern vorangetrieben wird.

    Der VDE wiederum, als größte Technologie-Organisationen Europas, gibt enwor mit seinem Vorschriftenwerk den notwendigen Rahmen für ein sicheres Arbeiten im Strombereich mit höchsten Sicherheitsstandards zur Gewährleistung des Verbraucher- und Arbeitsschutzes. „Auch die angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen des VDE zur Erlangung und zum Erhalt von notwendigen Qualifikationen der enwor Mitarbeiter, sind unverzichtbar“, so Stephan Hunze, Bereichsleiter Netzbetrieb enwor.

    F.A.Z.-Institut zeichnet VDE als "Vorbildliches Unternehmen in der Krise" aus

    • VDE unterstützte mit zahlreichen Initiativen den Kampf gegen die Corona-Pandemie
    • Vom kostenlosen VDE Sicherheitscheck für Medizinprodukte und Schutzausrüstung bis hin zur Prüfung der Ultra-Freezer für den Wirkstoff von BioNTech/Pfizer und der Prüfung von UV-C-Entkeimungsgeräten

    (Frankfurt a.M., 27.05.2021) Das F.A.Z.-Institut hat jetzt den VDE als „Vorbildliches Unternehmen in der Krise“ ausgezeichnet. Damit würdigt das F.A.Z.-Institut das Engagement der non-profit Technologieorganisation in der Pandemie. Schon zu Beginn der CoronaPandemie hatte der VDE Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen. Bereits Anfang April reagierte der VDE auf die gehäuften Produktfälschungen aus Asien im Bereich Medizinprodukte und Schutzausrüstung mit einem schnellen und kostenlosen Check für Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Mit dem VDE Plausibilitätscheck waren medizinische Einrichtungen in der Lage, zügig zu beurteilen, ob die angebotenen Hilfsmittel und medizintechnischen Geräte tatsächlich sicher waren. „In der ersten Pandemiewelle war der Bedarf an Hilfsmittel, Schutzausrüstung und medizinischer Geräte zur Versorgung der Patienten sehr hoch. Gleichzeitig beobachteten wir eine Schwemme an minderwertigen, gefälschten Produkten auf dem deutschen Markt. Seit über 125 Jahren steht der VDE für Sicherheit, Schutz und Nachhaltigkeit, es war unsere Verpflichtung, schnell und unbürokratisch zu reagieren. Mit dem kostenlosen VDE Plausibilitätscheck haben wir Menschen vor schwerwiegenden Folgen bewahrt, wenn nicht sogar Leben gerettet. Das macht uns etwas stolz und glücklich“, freut sich Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender des VDE, über das Engagement seiner Mitarbeiter und die damit verbundene Auszeichnung als vorbildliches Unternehmen in der Krise. Insgesamt nutzten 275 Einrichtungen den kostenlosen VDE Check.

    Die FH Aachen feiert Jubiläum und wir feiern mit

    Logo 50 Jahre FH AachenUnter dem Motto „FünFHzig Jahre feiern mit der FH Aachen“ feiert die Fachhochschule Aachen in ihr Jubiläumsjahr. Seit 1971 vermitteln Lehrende und Mitarbeitende der Fachhochschule Fach- und Methodenwissen an junge engagierte Studierende. Mittlerweile zählt die FH Aachen zu den führenden und größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland.

    Zum Festjahr 2021 gestaltete sich der Neujahrsempfang nicht nur aufgrund der Pandemie anders als sonst. Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, begleitete die Zuschauer zusammen mit dem Moderator Christian Mourad durch einen digitalen Abend, zu welchem sich per Livestream zugeschaltet werden konnte. Dort erwartete die Zuschauer nicht nur der gewohnte Jahresrückblick, sondern auch eine Reise durch die prägenden vergangenen 50 Jahre und ein Blick in die zukünftigen Perspektiven.

    Wer sich näher für diesen denkwürdigen Geburtstag interessiert, sollte die Webseite der Hochschule aufsuchen, die sich allein dem Jubiläum widmet (50jahre.fh-aachen.de). Regelmäßig werden dort, über das Jahr verteilt, 50 Geschichten zur Lehre, Hochschule und den Menschen aus 50 Jahren erzählt. Auch eine Aufzeichnung des Livestreams ist hier zu sehen.

    Auch wenn wir gerne in der Vergangenheit schwelgen, der Blick in die Zukunft ist mindestens genauso wichtig. Deshalb hier ein Überblick,  der bevorstehenden geplanten Events:

    · 2. Oktober Innovationstag, Campus Jülich

    · 5.-26. Oktober, Ausstellung „50 Jahre FH Aachen“, Katschhof Aachen

    · 26. November, Jahrzehnte-Party

    · 10. Dezember, Weihnachtsmarkt, FH Aachen (Bayernallee)

    In diesem Sinne gratulieren wir der FH Aachen zum 50-jährigen Jubiläum und zur beeindruckenden Zahl von 15.000 Studierenden, die dieses Jahr erreicht werden konnte und freuen uns auf weitere erfolgreiche Zusammenarbeit. (sm)

    Verleihung der DKE-Nadel in Silber an Prof. Kern

    Unser Mitglied des VDE Regio Aachen, Prof. Dr.-Ing. Alexander Kern, wurde mit der Ehrennadel des DKE in Silber ausgezeichnet. Prof. Dr.-Ing. Alexander Kern lehrt an der Fachhochschule Aachen am Campus Jülich im Fachbereich Energietechnik.

    DKE ehrt den Normungsexperten Prof. Dr.-Ing. Alexander Kern für seine herausragenden Leistungen in führenden Funktionen bei IEC, CENELEC und VDE DKE.

    Bereits während seines Studiums beschäftigte sich Prof. Dr. Kern mit Themen rund um Blitze und Blitzschutz, und auch seine Promotion zur Untersuchung der Erwärmung von Metallblechen bei direkten Blitzeinschlägen spielte in diesen Themenbereich. Als Professor für Hochspannungstechnik und Grundlagen der Elektrotechnik an der Fachhochschule Aachen, Campus Jülich bietet er Lehrveranstaltungen in den genannten Bereichen und in den Spezialgebieten Blitz- und Überspannungsschutz an.

    Die Weitergabe des Wissensstandes zum Blitz- und Überspannungsschutz liegt ihm auch in seiner Normungsarbeit am Herzen. Er engagiert sich als

    • Mitglied im Ausschuss für Blitzschutz und Blitzforschung (ABB) des VDE sowie seines Technischen Ausschusses (TA),
    • Deutscher Sprecher und mittlerweile Chairman bei IEC TC81 „Lightning Protection“, wo er auch Mitglied in den Maintenance Teams MT8 „Lightning Protection Systems“, MT9 „Risk Management“, MT16 „Lightning Location Systems“ und MT17 „Thunderstorm Warning Systems“ ist,
    • Deutscher Sprecher des CENELEC TC81X „Lightning Protection“,
    • Obmann des DKE/K 251 „Blitzschutzanlagen und Blitzschutzbauteile“ im Rahmen der nationalen Normungsaktivitäten ist er bei der DKE,
    • Leiter des DKE/AK 251.0.1 „Allgemeine Grundlagen und Risiko-Management“.

    Zudem erstellt er oder arbeitet er mit an Gutachten, Studien, Konzepten und Beratungen zu vielfältigen Fragestellungen des Blitz- und Überspannungsschutzes und der EMV von Anlagen und Gebäuden. Einen Schwerpunkt bilden dabei computergestützte Berechnungen und Simulationen zur Thematik Blitzschutz. Er konzipiert und veranstaltet Seminare zum Thema „EMV-orientierter Blitzschutz“, sowie Weiterbildungsveranstaltungen zur „Blitzschutz-Fachkraft für Planung, Errichtung/Montage und Prüfung“. Über 100 Fachpublikationen im In- und Ausland bezeugen sein fachliches Wirken.

    "Ich bin der festen Überzeugung, dass so viel ehrenamtliches Engagement rund um die Normung diese Ehrung mehr als verdient hat." meinte Laudator und DKE Bereichsleiter Wolfgang Niedziella bei der Verleihung.

    "Als Obmann des DKE/K 251 „Blitzschutzsysteme und Blitzschutzbauteile“, das für die Ausarbeitung von Errichtungsbestimmungen für Blitzschutzsysteme von baulichen Anlagen und die dazugehörige Normung von Bauteilen zuständig ist, hat er die Normung in diesem Bereich stets mit viel Engagement unterstützt.  Mit hohem Einsatz leitet er als Chair auch das internationale Gremium zu dem Thema „Lightning protection“ und hat sowohl bei IEC als auch bei CENELEC die Funktion des Deutschen Sprechers inne.

    Sein umfassendes Wissen unter anderem auf dem Gebiet der computergestützten Berechnungen und Simulationen zur Thematik Blitzschutz bringt er gewinnbringend für die Normungsgemeinschaft ein."

    Herzlichen Glückwunsch!

    Quelle: www.dke.de

    FGE Kolloquien

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Aufgabe der Forschungsgesellschaft Energie e. V.(FGE) ist die Förderung der Forschung an der RWTH Aachen auf den Gebieten der Energiewirtschaft, -umwandlung, -verteilung und -anwendung. Mit ihren zurzeit über 70 Mitgliedsunternehmen unterstützt sie die Sammlung und den Austausch praktischer Erfahrungen und fördert die wissenschaftliche Ausbildung des Ingenieurnachwuchses. Ihren Aufgaben kommt die FGE in Zusammenarbeitmit dem Institut für Elektrische Anlagen und Netze, Digitalisierung und Energiewirtschaft (IAEW) durch Förderung zahlreicher Forschungsaktivitäten sowie regelmäßige Veranstaltungen und Publikationen nach. Hierzu gehören auch die FGE-Kolloquien, in denen Fachleute aus Industrie, Elektrizitätswirtschaft, Behörden und Hochschulen über aktuelle Entwicklungen in der Energietechnik, -wirtschaft und -politik berichten. Es freut mich, Ihnen erneut drei interessante Veranstaltungen zu aktuellen Fragestellungen präsentieren zu können und lade Sie herzlich zu den diessemestrigen FGE-Kolloquien ein, die wir aufgrund der Covid 19 Pandemie online durchführen. Ich freue mich auf Ihre Teilnahme und verbleibe mit freundlichen Grüßen

    Ihr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Albert Moser
    Forschungsgesellschaft Energie

    Einwahlinformationen: Die FGE-Kolloquien finden im Sommersemester online statt. Die Einwahlinformationen für die Veranstaltungen sind rechtzeitig vor der Veranstaltung über die Webseiten des IAEW und der FGE verfügbar

    Zusammenfassung: Industrial 5G: From a vision to reality

    Am 19. März 2021 hieß der VDE Regio Aachen alle Zuhörenden herzlich Willkommen zu einem Online-Vortrag über die Entwicklung des industriellen 5G-Standards. Der Vortrag wurde von Sander Rotmensen, Director Industrial Wireless Communication bei Siemens in Nürnberg, gehalten. Durch sein auf langjähriger Erfahrung basierendes Fachwissen konnte er den Teilnehmenden praxisnahe und spannende Einblicke in das Ökosystem des neuen Netzes der fünften Generation geben.

    Einleitend zeigte Herr Rotmensen auf, dass das 5G-Netz durch seine kommunikationsermöglichende Eigenschaft als absoluter Enabler aller künftigen Trends rund um industrielle Automation und der Industrie 4.0 fungiere. Die fünfte Generation zeichne dabei aus, dass erstmals schon während der Entwicklung Anforderungskriterien industrieller Applikationen fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses waren.

    Herr Rotmensen führte im Laufe des Vortrages durch die drei technischen Eigenschaften, die ausschlaggebend für die Neuartigkeit des Netzes seien. Massive Machine-Type Communications (mMTC) ermögliche hierbei eine sichere und zuverlässige Verbindung für eine massive Anzahl an Geräten in naher Umgebung. Enhanced Mobile Broadband (eMBB) sorge für eine 10- bis 20-mal höhere Schnelligkeit und eine höhere Bandbreite. Die Ultra-Reliable Low-Latency Communication (URLLC) realisiere eine drahtlose verlässliche Kommunikation für kritische Funktionen bei geringer Latenzzeit für Echtzeitanwendungen. Dabei merkte Herr Rotmensen an, dass sich beim Netzwerkaufbau jedoch für eine Eigenschaft entschieden werden muss und stellte im Zuge dessen jeweilige veranschaulichende Use-Cases vor. 

    Im Hauptteil des Vortrages gab Herr Rotmensen Einblicke in den Themenkomplex des industriellen 5Gs. Er hob hervor, dass das industrielle 5G den Aspekt der Privatsphäre durch das interne Spektrum und private Management des Netzwerkes unterstütze. Eine Diversität der Frequenzen schließe eine mögliche Störanfälligkeit aus. Ferner wies er auf den weiter anhaltenden Netzausbau hin. Der für Juli 2022 geplante „Release 16“ markiere dabei den Meilenstein, an dem ein Einstieg für die Industrie möglich werden würde.

    Im Weiteren folgte eine Vorstellung des Routers SCALANCE MUM856-1, welcher sich durch seine Kompatibilität mit öffentlichen und privaten 5G Netzwerken auszeichne und letztendlich durch SINEMA Remote Connect die Erstellung eines privaten industriellen 5G Netzwerkes ermögliche. Mit der Vorstellung des Ökosystems bestehend aus Radio Unit, Distributed Unit und 5G Core & Central Unit konnten die Zuhörenden einen Einblick in die themenspezifische Hard- und Software gewinnen.

    Abschließend konkludierte Herr Rotmensen, dass der Fortschritt in der Entwicklung von kabellosen Technologien in Zukunft eine komplett flexible Fabrik ermöglichen könnte. Somit verändere 5G die Art und Weise, in der Entscheidungen getroffen, Produkte hergestellt und Fabriken gewartet werde würden grundlegend.

    Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Rotmensen für den informativen Vortag und die aufschlussreiche Diskussion. (sm/fh)

    Aachener VDE Preis 2021

    Für Bachelor-Studierende mit sehr guten Leistungen im Studium in Verbindung mit außerordentlichem Engagement inhochschulbezogenen Organisationen.

    Einreichung der Bewerbung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Preis: 500 €

    Bewerbungsschluss: 03. Mai 2021

    Bewerbung: Lebenslauf, Notennachweis und Nachweis über außerordentlichesEngagement in hochschulbezogenen Organisationen

    Mögliche Bewerber:innen: Herzlich eingeladen sind Bewerbungen von Studierenden der Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnikder RWTH Aachen, des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der Fachhochschule Aachen und des Fachbereichs Energietechnik an der Fachhochschule Aachen, Campus Jülich

    Anforderungen:
    Abgeschlossene Prüfungen bis zum vierten Fachsemester in dem Jahr der Bewerbung.
    Sehr gute Leistungen im Studium
    Außerordentliches Engagement in hochschulbezogenen Organisationen (z.B. VDE Hochschulgruppe,Fachschaft, Tutoriumsbetreuung, studentische Initiativen, Start-Ups etc.)

    Preise und Ehrungen sind ein wichtiger Bestandteil der Innovations- und Nachwuchsförderung. Mit ihnen möchte der VDE hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet anerkennen, den Nachwuchs motivieren und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieur:innen und ihrer Arbeit setzen. Der VDE Preis ist für spätere Bewerbungen ein positiver Nachweis in Ihrem Lebenslauf,der Sie von anderen guten Studierenden deutlich abhebt.

    Bewerbung:
    Die Bewerbung erfolgt per E-Mail von Ihrer Hochschulemailadresse an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und unter Beifügung eines aktuellen Notenspiegels, eines Lebenslaufes und gegebenenfalls von Angaben oder Bescheinigungen zum Engagement in hochschulbezogenen Organisationen.Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

    Vom NEP zum SEP – ein Sektor übergreifender Technologiesprung

    Im Rahmen des virtuellen 32. Energietechnischen Abends am 26. Januar, hatten über 150 Zuhörer:innen die Chance, einen tieferen Einblick in den Themenkomplex der Entwicklung der Übertragungsnetzplanung und die einhergehenden Änderungen durch Sektorenkopplung zu gewinnen. Herr Dr. Kleinekorte, der technische Geschäftsführer bei Amprion GmbH, führte mit praxisnaher Expertise durch den Abend mit dem Titel „Netzentwicklungsplan: Von der Historie zur aktuellen Planung – Aus NEP muss SEP werden - warum jetzt sektorübergreifend, systemisch gedacht werden muss!“

    Dr. Kleinekorte beleuchtete den Themenkomplex zunächst aus einem präteritalen Blickwinkel. Dabei legte er die nötigen Arbeitsschritte und Methodiken dar, die letztendlich in dem heute 10 Jahre alten Netzentwicklungsplan resultierten. Der Handlungsbedarf zum Netzsausbauplan begründete sich zunächst in dem immer wichtiger werdenden EU-weiten Transportbedarf von Strom, der auf lastfernen Großkraftwerken (Wind, Solar und Wasser) basiert. Dr. Kleinekorte erklärte, dass vor allem mit Blick auf den Transportbedarf, der von Nord nach Süd identifiziert wurde, der Plan eines Energietransportsystems aus vier Gleichstromtransportspangen respektive Korridoren ausgearbeitet werden konnte. Ermöglicht wurde dieser durch die Anwendung von Szenariotechnik, Marktsimulationen und Kraftwerkseinsatz-, Energieaustausch und Netzauslastungsanalysen. Wobei keine dieser Trassen bis jetzt fertiggestellt wurde. (Stand Januar 2021)

    Im zweiten Teil seines Vortrages konstatierte er, dass nun ein sektorenübergreifender Technologiesprung erforderlich sei, der unter anderem durch den Green Deal/ die Green Revolution zu einem Obligatorium werden würde.

    Im Weiteren zeigte Dr. Kleinekorte die Problematik der Dargebotsabhänigkeit (Gefahr von Dunkelflauten) und die Schwierigkeit der Prognose von erneuerbaren Energien auf.
    Insbesondere die Differenz aus erneuerbaren Energien und Systemlast, die Residuallast, sei eine gigantische Herausforderung, die einer Lösung bedarf.
    Gaskraftwerke könnten jedoch nur dann unter der Green Revolution als „Notstromgeneratoren“ agieren, wenn eine ganzjährige, sektorenübergreifende CO2- Vermeidungsstrategie gefahren werden würde. Durch die Kopplung von Chemie- und Stromwirtschaft könne grüner Strom, der nicht in seiner direkten Form im Netz anwendbar ist, auch in anderen Sektoren zur Decarbonarisierung genutzt werden. Dadurch entstehe nicht nur Speicherpotenzial, sondern auch die Möglichkeit, die Stromnutzung von der Erzeugung auf der Zeitachse zu entkoppeln. Dr. Kleinekorte konkludierte, dass die Kombination aus Strom-Netzwerkplanung, Gas- Netzwerkplanung und Netzausbauplanung schlussendlich in einem Systemnetzwerkplan (SEP) resultiere, in dem die CO2-Vermeidung, die wichtigste systemische Führungsgröße ist.

    Herrn Dr. Kleinekorte auch hier noch einmal ein besonderer Dank!

    (sm)

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    Neuenhofstraße 194
    52078 Aachen

    Tel. +49 241 450 90 151


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